Review Maifest Bernloch

Artist-News vom 05.05.2011

News Nr. 5 von Scarlet Drawl, gesamt 41
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28.4. 2011 Maifest Bernloch

Heidewitzka! Daddeln, schweißen, Mukken, Schrammeln, Zocken, Holzen, Schleifen. Was haben wir nicht geprobt in den letzten Wochen. Tag ein Tag aus rafften wir unsere ausgemergelten Körper zusammen und ließen uns hinab in die heilige Heimat unserer Instrumente, Verstärker, Trommeln und Mikrophone, nur um am 28. Mai neue Lieder, eine neue Show und neue Outfits zu offenbaren. Das Problem am vielen Proben ist, dass proportional zur verprobten Zeit auch die Aufregung steigt. „Wenn wir heute verkacken, bring ich uns alle um“, undundundoderoderoder…

Die letzten 5 Tage vor dem heiß erwarteten Auftritt auf dem hiesigen Bernlocher Maifest (Bernloch=kleines Kaff; kleine Käffer=große Festzelte; große Festzelte=viele Menschen; viele Menschen=große Aufregung: undsoweiterundsofort) verspielten wir uns nur zu viert, da Gianluca bei grande Familia in bella Italia weilte. Eine herrliche Zeit. Nie waren wir tighter, nie hatten wir einen besseren Sound. Waren kurz davor eine Instrumentalband zu werden, haben dann aber gemerkt, dass wir seine Fresse brauchen. Also wieder zurückgerudert in seichte Gewässer.

Zu fünft, stiegen wir dann mit großem Fracksausen in den voll beladenen Tour-Transit und fuhren in vollen Hosen auf die Schwäbische Alb. Was uns dort erwartete, war ein wundervolles Zelt, wundervolle Bühne, wundervolle Menschen, wundervolle Bands und ein wundervolles Büffet. Nie wurden wir besser mit Trank und Speisen versorgt. (Fettes Danke an dieser Stelle) Die Bühne teilten wir heute mit den unglaublich schnuckeligen Good Weather Forecast (Für jede was dabei) aus Bayern und den christlich rockenden Amerikanern Flatfood 56. (Nur für Feinschmecker, dafür mit Dudelsack und Mandoline)
Soundgecheckt wurde dann kurz vor Einlass auch noch. Wie immer zauberten wir innerhalb kürzester Zeit einen Sound für Götter auf die Bretter, sodass die finalen Vorbereitungen umgehend eingeleitet werden konnten.

In unserer schier unendlichen Probezeit haben wir uns dazu entschlossen stinknormale Jeans und Shirt gegen aufwendige Stage-Outfits einzutauschen. Das klingt jetzt schwuler, als es aussieht. Denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So pellten wir uns kurz vor Showtime mit akribischer Genauigkeit in weiße und schwarze Schale. Unser Sänger trug heute modisches Ganzkörperweiß, während sich der Rest im kleinen Schwarzen ablichten ließ. Kontraste schaffen nennt man so was. Reaktionen waren, naja, ich sag mal gemischt. Aber seht selbst!

Als wir um Punkt acht Uhr zu den Klängen unseres Intros auf die Bühne stolperten und so gleich drauflosholzten, war das Zelt ansehnlich gefüllt.
Was nun folgte, waren 60 Minuten rassige Musik vom Instrument. Spaß hat es gemacht, auch wenn wir für die unzähligen Proben einige grobe Schnitzer im Programm waren. (nicht nur der hinterm Schlagzeug) Trotzdem ein toller Abend und danke an alle, die da waren und uns weder mit Eiern beschmissen noch ausgebuht, noch von der Bühne gezerrt haben. It means the world to us!

Eure fünf Jungs von der Bühnenkante

(Aufgrund von ausschweifender Abendgestaltung und dem mit sich bringendem Erinnerungsverlust können an dieser Stelle keine spannende Details und Backgroundinformationen des Auftrittstages übermittelt werden. Wir bitten das zu entschuldigen)

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