yeh meine lieben droogs und freunde, für dieses konzert habe ich mal einen ausflug in bisher unbekanntes terrain gewagt: nämlich in die des veranstalters! was der gute peter von gig mcfish so macht, das werde ich wohl auch können: einfach mal ein paar bands anheuern, einen club finden und danach die grosse kohle einstecken. easy dirty money. mach ich jetzt auch!
also habe ich einige clubs angeschrieben, ob sie denn nicht interesse an einem „punk’n’roll-festival“ hätten – so zum beispiel den dreikönigskeller, orange peel, den ponyhof oder den elfer. als einzige reaktion erhielt ich eine email vom wolf vom ponyhof, das würde er gerne machen, allerdings wäre das zu laut für den ponyhof (…und ich dachte, der name wäre ironisch gemeint), aber im elfer könnte man das veranstalten! na wunderbar, dann soll es der elfer sein! ich wusste gar nicht, dass der elfer und der ponyhof zusammenhängen, aber offensichtlich tun sie das irgendwie.
jetzt war es also in meiner verantwortlichkeit, ein schlagkrätiges billing zusammenzustellen, für die backline und auch ein wenig werbung zu sorgen. und ich ihr kennt mich, der „network-willy“, wie ich gerne augenzwinkernd genannt werde, war in der lage, innerhalb weniger tage bands zu rekrutieren, die entweder bald stadien füllen werden, oder dies zumindest verdient hätten: angus dersim. hopscotch. und natürlich speedcake!
selbstverständlich wurde ich gefragt: warum ausgerechnet diese bands? und ich kann euch sagen warum: WEIL ICH ES SAGE. und weil diese bands alle in der lage sind, tüchtig zu rocken, sich selbst aber nicht allzu ernst zu nehmen.
es war nun also endlich der tag der tage da, freitag. um 17 h könnten wir einlaufen und aufbauen, hatte der wolf geschrieben, und weil ich es liebe, pünktlich da zu sein, war ich auch schlag 17 h da. aber wer war schon seit 16:30 da? angus dersim! die komplette verdammte band ist da, mit ihrem tourbus, und ali dem fahrer und jimmy, dem roadie. wer nicht da war, war irgendwer vom elfer, bis nach 6 uhr war keiner zu sehen, also was macht man da? man besorgt ein paar bierchen vom rewe nebenan, reisst die auto-anlage auf und macht eine feine bloc party vorm elfer. und so geschah es auch -siehe foto!
nun, irgendwann öffneten sich die pforten und wir konnten endlich aufbauen. puh: alles da. sehr gut. da habe also schon die erst veranstalterpflicht erfüllt und sozusagen den content sichergestellt. jetzt müssen die nur noch die leute kommen!
und sie kamen, bei angus dersim allerdings noch nicht so zahlreich, wie er das verdient hätte. trotzdem rockte er äusserst derbe und professionell los mit einer setlist, die aus etwa 50/50 covers und eigenem material bestand – und das eigene material fiel qualitativ nicht ab gegenüber den covers. bei angus habe ich irgendwie eine ahnung: der könnte ein star werden. kein scheiss! er spielt klasse gitarre, sieht gut aus und hat charisma. ich würde es ihm gönnen, denn er ist auch ein sehr netter typ, und ausserdem könnten wir ja dann prahlen, dass er für uns den marshall warmgespielt hat! als einzigen kritikpunkt könnte man anführen, dass seine band, so nett und kompetent sie zweifelslos waren, in punkto bühnenpräsenz nicht an ihren frontmann heranreichen – aber gut, die band ist relativ frisch zusammengestellt worden, nach ihrer tour sieht die sache dann eventuell anders aus.
dann also eure tabulosen gitarensklaven: speedcake! seit dem equiza-gig ist eine feine tradition von uns, neue songs gleich am anfang zu verbraten, und so geschieht es auch dieses mal: „i hate that i love you so much“ wird gleich als erstes abgefeuert. klappt auch gut, genau wie der rest, ich würde mal in aller bescheidenheit sagen, we rocked the party that rocked the party!
den krönenden abschluss bildeten hopscotch aus darmstadt. sie rockten und rollten, und verstehen definitiv ihr handwerk. eine feine show, aber…nicht ganz so überzeugend wie letztes jahr im sinkkasten, als ich sie das erste mal sah. damals hat der sänger das publikum beschimpft, aber auf eine so charmante weise, dass sie das geliebt haben. heute spulten sie ihr programm routiniert, aber mit weniger feuer herunter. ich weiss aber: sie können es besser. ich hatte das nämlich schon mal gesehen!
fazit meines ausflugs in die veranstalterwelt: 46 zahlende besucher, für den elfer, der eher weniger werbung macht, eine respektable zahl. und jeder einzelne rollte vor vergnügen mit den augen und schmatze wohlig zufrieden nachdem er von diesen fantastischen bands gerockt wurde.
so war das am 25.03.2011 – war das nicht glaubt kann mich mal im mondschein besuchen!
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