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Artist-News vom 18.12.2010

News Nr. 3 von GUERRILLA, gesamt 27
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Guerrilla Promo 2009
Durch unseren ehemaligen Büroleiter sind intime Details über das Band-Innenleben an die Öffentlichkeit gelangt. Der mehrseitige Zettel, welcher auch als Rheindepesche bezeichnet wird, konnte von uns noch nicht vollständig analysiert werden. Aufgrund der Brisanz des Materials haben wir uns dazu entschlossen, die Informationen lediglich in Gelb zu veröffentlichen:

Guerrilla wurden 1994 von Timur Slapke gegründet. Nach zwei - selbst für damalige Verhältnisse - eher unterdurchschnittlichen Demos erfolgte 1998 der erste offizielle Fehltritt in Form der "Breed us, Feed us, Weed us" Mini-CD. Zahlreiche negative Pressestimmen, wütende Veranstalter und enttäuschte Fans belegten den grandiosen Fehlstart dieser von vornherein zum Scheitern verurteilten Underground-Band. Trotzdem veröffentlichten Guerrilla 2001 mit "On Target" einen weiteren Tonträger, welcher abermals komplett durch Timurs Eltern vorfinanziert wurde. Es folgten einige amateurhaft organisierte, schlecht besuchte Konzerte. Mit der 2004 veröffentlichten dritten CD "No Inch Back" katapultierte sich die Band wieder zurück in die Demo-Ära und bildete weit abgeschlagen das Schlusslicht einer sich sonst stetig entwickelnden ­Metal-Szene.

Trotz Bitten und Betteln verließen einige Musiker die Band, deren Posten jedoch schnell mit anderen, weniger kompetenten Musikern besetzt wurden. Das neue ­Line-Up steht dem Alten in Bezug auf Talentfreiheit und Uninspiriertheit in nichts nach!

Live sind Guerrilla wie ein Waschlappen: Sollte sich hin und wieder mal ein Ansatz einer akzeptablen Idee auf CD verirren, bekommt man auf der Bühne den todsicheren Totalausfall präsentiert. Gelangweilt sitzt man dort, und versucht krampfhaft, die mühsam ausnotierten Stücke möglichst fehlerfrei darzubieten. Lediglich die Eltern der Musiker zeigen sich begeistert und sind - nicht selten als einzige Besucher - regelmäßig bei den Konzerten anzutreffen.

Nach gut 16 Jahren Aktivität muss man es schon fast als Leistung anerkennen, dass sich die Band konsequent jeglicher Art von Weiterentwicklung verweigert hat.

"Kickstart Revolution" präsentiert die Band 2010 in einem erbärmlichen Zustand. Vierzig Minuten lang sieht sich der frustrierte Zuhörer mit der Frage konfrontiert, ob er lachen oder lieber weinen soll.

Konsequenterweise ­unternahmen Guerrilla noch nicht mal den Versuch, das neue Material gewinnbringend unter das Volk zu bringen, ­geschweigedenn über ein Label zu veröffentlichen. Nach kurzer Rücksprache mit ihren Eltern entschieden sich die Musiker, das Material kostenlos als Download anzubieten.

Seitdem sieht sich die Band dem Vergleich mit einem Atomkraftwerk-Betreiber konfrontiert, welcher seine ausgebrannten Brennstäbe "kostenlos" abgeben möchte.

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