ich muss zugeben: ich kannte diesen laden gar nicht. zum ersten mal hörte ich vom equiza durch peter, dem booker von gig mcfish, der mir beim museumsuferfest sagte, dass toxic kiss dort die inoffizielle after-muf-party spielen würden. alright, wenn die dort spielen, dann würde das schon okay dort sein, obwohl: so waaahnsinnig pingelig würde ich toxic kiss auch wieder nicht bei der wahl ihrer bühnen einschätzen. wir übrigens sind es auch nicht, wir spielen eigentlich gerne überall wo es eine steckdose gibt. wenn also ebendieser peter uns fragt, ob wir im equiza spielen wollen: dann sagen wir nicht nein!
gut, dann hätten wir also geklärt, dass wir das equiza nicht kannten – wen ich allerdings kannte, das war die band, mit der wir heute spielen würden: action selection. ich hatte die mal bei emergenza gesehen, die haben dort sich in die nächste runde geprogt, und das offensichtlich ohne grossen freundeskreis, wie sonst bei emergenza üblich. ganz allein durch die kraft ihrer riffs. gute band!
als ich sie schliesslich persönlich traf, durfte ich feststellen, dass bernie, ihr sänger, ein grosser fan von den stone temple pilots ist. und glaube mir, obwohl stp eine ganze fabelhafte band ist, hat sich das noch nicht überall herumgesprochen. es ist ein viel zu seltenes vergnügen, mit jemanden zu diskutieren, ob die neuste platte an „tiny music“ heranreicht, oder sich doch dahinter und „purple“ einreihen muss.
egal, rauf auf die bühne, wir sind ja schliesslich nicht zum fachsimpeln von stp-platten hier erschienen, sondern um verdammt hart zu rocken. als erstes spielten wir ein brandneues stück, „please excuse my insanity“, welches recht eingängig ist und dessen refrain ein wenig – zugegebenerweise – an green day gemahnt. ja, zugegeben. uns war ein wenig nach pop zumute. das stück muss sich aber intensivst in das gedächtnis der anwesenden eingefräst haben, schliesslich wurde ich nach dem auftritt satte dreimal darauf angesprochen, dass wir doch sehr nach green day klingen. also bitte. sie sind ja nicht die schlechstete band überhaupt, aber wenn es einflüsse geben sollte, dann indirekt. also dass - wie heissen die nochmal – tres cool und wieimmersieheissenmögen in ihrer jugend ähnliche bands wie wir gehört haben. the clash, the jam, 999, joe jackson, the undertones, the ruts halt. entschuldigend muss ich aber sagen, dass das publikum im equiza sehr, ja seeehr jung ist, und von den eben genannten bands höchstwahrscheinlich nie etwas gehört hat. was ja eine schande ist, aber immerhin haben sie jetzt speedcake gehört, und das ist wiederum sehr, sehr gut.
dann spielten action selection, und das sehr tight und beeindruckend. die kerle sind schon sehr gute musiker, und ihre songs stets abgefahren und interessant arrangiert. mir ging natürlich besonders das herz auf bei diesem stück, bei dem sie mit dem intro von „silvergun superman“ von den stone temple pilots (habe ich schon erwähnt, dass die wirklich ganz ganz toll sind?) beginnen und dann schliesslich in ihren eigenen song übergehen. quite nice. wenn man etwas kritisieren muss, dann höchstens dass der gesang nicht so direkt ist, nicht „führend“, eher beiläufig. offensichtlich ist bei action selection der gesang ein gleichberechtigtes instrument neben gitarre, drums und bass – und das ist nicht unbedingt furchtbar, aber nicht das, was mir jetzt super gefällt. ist eine reine geschmackssache: speedcake kommen eher aus der „klassischer song“-ecke, während action selections songs eher aus jams heraus zu entstehen scheinen. ja, aber sonst sind sie: tiptop!
so war das am 05.11.2010 im equiza, wenn mir mein gedächtnis jetzt nicht einen streich spielt!
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