Am Samstagmorgen ging es für uns sehr früh los… Um 11 Uhr war treffen am Probenraum angesagt. Equipment packen und ab nach Troisdorf. Das „Till someone cries Festival“ steht an. Auf Einladung von Sober Truth und TaktArt Booking nehmen wir diese unchristliche Zeit natürlich trotzdem gerne in Kauf auch wenn sich unser Sänger mit starker Erkältung und fast 40° Fieber eigentlich eher nach Bett statt Bühne sehnte. Es hat Ihn halt erwischt… Der CHRONIC Virus...
Pünktlich um 12:30 Uhr fährt der CHRONIC Shuttle vor und macht sich mit schwerem Gerät direkt ins Troisdorfer Bauhaus . Kurze Begehung, kurzer Aufbau und die ersten bekannten Gesichter treffen. Fast pünktlich um 14:00 Uhr beginnt das Festival und für die Frühaufsteher gibt es schon die erste Überraschung. CALIBER-X geben Ihr Debüt. Bene, Fabes, Ole und Torsten (ja, der Torsten von Sober Truth ;-)) knallen ein perfektes, metallisches Debüt um die Ohren. Die Jungs machten Spaß und waren der passende Startschuss für einen grandiosen Tag.
Danach waren wir auch schon dran. Mit Royal Arch nahm der CHRONIC Virus seinen Lauf. Das Fieber – scheißegal… Die frühe Uhrzeit – scheißegal… Noch weitere 8 Stunden durchhalten – scheißegal… Es stand der Spaß an erster Stelle und den hatten wir. Wir spielten 45 Minuten aus unserem Set. Eine bunte Mischung zwischen alten und neuen Songs. Auf besonderen Wunsch haben wir auch unseren einzigen „deutschen“ im Set - In Stein gemeißelt – raus gehauen... Neben unserem Motto des Tages – VIRUS – durfte natürlich auch der obligatorische „Rausschmeißer“ B-T-L nicht fehlen. Es hat fun gemacht, auch wenn Wolfgang seinen drahtlosen Sender wieder voll nutzen konnte ;-) Aber nach unserem erfolgreichen Gig, standen ja noch 6 Bands an, welche absolut sehenswert waren.
Dazu zählten Haertefall – die 6 Jungs aus Grevenbroich waren eine weitere Überraschung. Deutsche Texte, knallende Gitarrensalven, Bässe und Keyboards treffen aufeinander. Kein Wunder das die Jungs im Mai einen Bandcontest der BUNDESWEHR gewonnen haben. Eine krasse Mischung zwischen Rammstein und Dimmu Bogir… Kann man sich nicht vorstellen? Hätte man sich anhören müssen… genial.
Melodic-Progressive-Death-Metal – Das steht für die Band Leviathan aus Königswinter. Einflüsse von Wintersun waren unüberhörbar. Trotzdem haben die 5 Ihren eigen Stil gefunden, den sie mit grandiosen Gitarrenriffs und Double-Bass dem Publikum um die Ohren knallten.
Bleed machten ihrem Namen alle Ehre. Ursprünglich noch ganz in Weiß gekleidet, haben sich die Jungs wohl Backstage noch von Ihren mitgebrachten Krankenschwestern behandeln lassen. Zumindest diverse Handabdrücke und Blutrückstände auf ihrer Kleidung ließen dies vermuten. Nach bekanntem Intro ließ Kobold die Massen toben, growlte als gäbe es kein morgen mehr und die Gitarren waren so tief gestimmt wie sonst bei keiner Band bei diesem Festival, oder?
In den Umbauten haben die Pepperellas mit Ihrer Anarcho-Burlesque Show, den wartenden Zuschauern die Zeit versüßt. Auch bei der nächsten Band sollte es wieder weibliche Beteiligung geben. Wer aber nun erwartet hatte, dass wieder nur ein paar hübsche Damen mit ihren Reizen überzeugen, der hat sich geschnitten.
Denn bei Dept of Nature gab es volle Breitseite. Extremster Death Metal rund um Grouwler Marc Göhring und der überraschenden Masae, die aus ihrem Organ Klänge heraus holt, wo manch einem Möchtegern Death-Metaller schon schwindelig wird. Perfekt arrangierte Riffs, mit ordentlich Tempo sorgten für eine Energiegeladene Stimmung und die das BAUHAUS fast zum Beben brachte.
Aber es sollte noch ein größeres Beben geben. SKUM - Der absolute LIVE PANZER erhielt Einzug ins BAUHAUS. Wer jetzt immer noch nicht geschwitzt hat, den nahm Sänger Nikola persönlich mit auf den Zerstörungskurs der letzen Nackenmuskeln. Egal welches Metal-Genre angetastet wurde, jeder Song war wie eine Bodenmiene. Die kleinste Berührung an Saiten und Schlagzeug setzte eine enorme Sprengkraft frei. Mit energiegeladenen Gitarren-Salven nahm SKUM fahrt auf und ihr Zerstörungskurs führte quer durchs Troisdorfer Publikum.
Da traf es sich gut, dass das Publikum anschließend noch einmal mit einer Erholungspause Marke Pepperellas aus dem Schlachtfeld geführt wurde und langsam aber sicher der Höhepunkt des Festivals eingeläutet wurde.
Mit einem stimmungsvollen Video-Intro wurde noch mal an die wichtigsten Stationen von SOBER TRUTH in den letzten Jahren erinnert. Dann begann die Zukunft! Mit neuem Schlagzeuger und jeder Menge Energie betraten die Sober Boyz die Bühne und rockten einen Hit nach dem anderen. Auch eine kleine Hommage an Sepultura durfte da nicht fehlen. Torsten, Hamid, Tobi und TJ heizten dem Publikum so richtig ein. So wurden neben den aktuellen Tracks vom aktuellen Silberling „Outta Hell“ auch Songs vom Erstling „Riven“ präsentiert. Ob bei Songs wie „Victim“, „My Life“ oder mein Favorit „Taste“ – Das Publikum war in Ekstase, moshte und grölte fast jeden Song mit. Ihre energiegeladene Show war der Höhepunkt des selbsternannten „Sober Day“. Ihre fulminante Headliner Show endete mit der Premiere des Videos zu „Outta Hell“ und einer anschließend großen Feuershow. Treu nach dem Leitsatz von Sober Truth: „Burn, burn, burn…“
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