Jüterrock 2010
23.05.2010
Es schreibt: Paul
Freitag gegen 17.30Uhr:
Treffen im Blockhausstudio Lütte zum Einladen - ich bin wie immer verblüfft von der Ladekapazität der beiden Band-Vectras(en). Erst die fette Bass-box (die auch 5 Zentner schwer is), Plasteklavier, Schlagzeug, Gitarren+Amps, Musiker, hier noch ein Koffer und da noch ein Stück Metall vom lästigen Keyboardständer - ja das verlangt größte Anforderungen an Mensch und Maschine beim Equipment-Tetris - oder einen richtig guten Lademeister.
17.45 "Hey watt'n, da jeht doch noch vieel mehr rinn", Toningenieur und Lademeister Jürgen wird grimmig und schickt die Band erstmal weg - zum Kaffee kochen.
Weil uns Jürgen heute Abend mischt und wir heute einen guten Livesound haben möchten, gebe ich mir größte Mühe beim exakten Befüllen der Kaffeemaschine. Ich füge den gewünschten fünf gehäuften Löffeln feinsten gemahlenen Kaffees einen halben dazu, denn heute wird der Abend noch lang. Tom: "Wir sollen erst direkt vor der Six Rockband spielen." Freude kommt auf, denn wir können auf zahlreiches Publikum hoffen.
18.00 Uhr
schnell noch einen frischen heißen Kaffee geniessen und dann in Kolonne den Hof in Richtung Jüterbog verlassen.
18.50 Uhr ärgere mich wegen einer riesigen Umleitung in und um Jüterbog. Zum Glück fährt Martin vor. Mein blödes Navi zeigt ab dort irgendwie immer das Gegenteil von der Richtung an, in die Martin vor mir lenkt. Ich ärgere mich wieder.
19.00 Uhr
Ankunft in Jüterbog. "Wo sind'n Tom und Jürgen?" - "Ach die kommen schon noch." Also holen wir den Band-Fußball heraus und kicken entspannt ein wenig auf der Festwiese hin und her, während die erste Band bei strahlendem Sonnenschein bereits zu spielen beginnt.
19.15 Uhr Ankunft Tom und Jürgen, die wohl unterwegs mehrmals "für kleine Jungs" mussten. (Ein Glück spielen wir an diesem Abend nur ein 45min Set *lach*)
20 Uhr Der Platz füllt sich zunehmends mit jungen Leuten. Während die zweite Band spielt kann ich nicht widerstehen ein "Jüterrock" - Shirt zu kaufen.
gegen 21 Uhr: Wir stellen unsere Backline an die Treppe zur Bühne, verkabeln schon mal grob vor und packen Gitarren aus; dann Soundcheck. Der Platz ist rappelvoll. Also schon mal das Publikum begrüßen. Anna und Caroline vom Merchandise Team bringen zu unserer Entlastung währenddessen das Bandbanner an - und beziehen schon mal Stellung am Six Verkaufsladen. Jürgen am FoH - Mischpult, von ihm wollte ich ein Zeichen zum Start bekommen, seh ich wegen der Dunkelheit und der vielen Menschen schon gar nicht mehr.
Der DJ wirft nach unserem Soundcheck einen letzten Song an, dann sind wir dran. Nachdem Tom, Finn und Martin die Treppe hochgingen, wollte ich als letzter die Bühne betreten, doch dann: "shit, das mikro hängt ja noch front of stage im mikrofonhalter" Okay, merken für's nächste Mal. Jetzt nur nicht verunsichern lassen. Da rocken wir auch schon los. Das Publikum war offensichtlich ganz gut angetan, sah uns zunächst aber nur zu - bis wir nach dem zwoten Song Gratis-CDs verschenkten.Die erste Reihe flippte nahezu aus...das waren wir so noch gar nicht gewohnt.
Dann ein weiteres Missgeschick: Auf die Frage aus dem Publikum ob wir noch weitere CDs hätten, antwortete ich trotz unseres Merch-Standes mit: "Ja, wir haben noch welche im AUTO" Nachdem man mich nach dem Konzert drauf aufmerksam machte, hab ich mich erneut geärgert für diese uncoole Aussage...naja...sind wir manchmal nicht alle ein bißchen Paul???
Stefan, Frontmann von Six, dem Hauptact an diesem Abend, gab uns irgendwann ein Handzeichen: OK, noch zwei Songs dann ist Schluß! Wir hätten noch gern länger gespielt, denn es hat wahnsinnig Spaß gemacht.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ein schöner Abend wars!!
Vielen Dank nochmal an das Publikum, die anderen Bands, unsere Merchandise - Betreuerinnen Anna & Caroline und dem Jürgen.
Fotos: Klaus Pollmann / DIE LINKE
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