Dem aufmerksamen Betrachter (neudt.Followers) unserer Auftritts-Geschichte (neudt. Gig-history) wird es auffallen, dass sich jedes Jahr mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks, ein Name immer und immer wieder wiederholt. Dieses Déja-vu besteht aus 2 Wörtern:
SCHOOL JAM! Auf Deutsch „Schul Marmelade“, (…) oder so ähnlich. Auf jeden Fall haben wir 5 Flitzpiepen es doch wirklich auf wahnwitzige Art und Weise geschafft, 3mal hintereinander beim School Jam Festival aus über 1200 Bewerbern unter die besten 120 aus Deutschland zu kommen, um dann in der nächsten Runde immer so was von deutlich rauszufliegen, dass so manche Träne bis heute nicht getrocknet ist. Um dieses spektakuläre Jubiläum „3 Jahre Scarlet Drawl fliegt bei School Jam raus“ zu feiern, jetzt ein kurzer Rückblick.
Im Jahr 2007 bewerben sich 5 blutjunge pubertierende Jungs aus dem schönen überschaulichen Pfullingen beim größten Schülerwettbewerb Deutschlands namens School Jam, um mit ihrem Deutsch-POP die Welt zu erobern. Leider wollte das zu diesem Zeitpunkt niemand hören, so schaffte man es leider nicht in die Endauswahl. Der Bewerbungstrack damals hieß übrigens Allein Daheim. Nur ganz mutige Zuhörer erinnern sich noch an diesen Song, der da wo er ist, nämlich unter der Erde sehr gut aufgehoben ist und hoffentlich niemals wieder an die Öffentlichkeit kommt. Die Teilnehmerurkunde hängt trotzdem noch stolz im Proberaum.
Im Jahr 2008 nun der große Durchbruch. 3 Tage vor Bewerbungsschluss, flatterte bei der School Jam Jury ein kleiner fröhlicher Song namens Love Sounds Dirty ein, welchen selbige wohl so extrem exorbitant toll fanden, dass sie sich doch tatsächlich dazu entschlossen, diese Musikkapelle in die Röhre nach Stuttgart einfliegen zu lassen. Als wir Abends im Heute Journal von Klaus Kleber von diesen unglaublichen Neuigkeiten erfuhren, war kein Halten mehr. So spielte man doch tatsächlich in einem der geilsten Clubs Stuttgarts, um die goldene Ananas. Der Auftritt kann man rückblickend nur mit einem Satz beschreiben: Ein aufgescheuchter Hühnerhaufen auf der Suche nach den richtigen Akkorden und Rhythmus. Von unserem damaligen Style will ich gar nicht erst anfangen. Eine Röhre war für uns alle damals noch etwas Rundes zum durchschauen. Und ein V-Neck Shirt verirrte sich auch noch nicht in unsere Kleiderschränke. Urteil der Jury: Ihr wart heute die schlechtesten. Aber bewerbt euch wieder. Gesagt, getan.
Im Jahr 2009 dann die große Rückkehr des Hühnerhaufens. (neudt. The Return of the Dancing Chickens) 2 Tage vor Bewerbungsfrist war erneut ein Scarlet Drawl Meisterstück eingeschickt worden. Diesmal die „SCH… und das Bieschd“ Kennt ihr nicht? Seid froh. Man munkelt, dass es damals schon Schiebung bei der Entscheidung der Judges gab, aber trotzdem oder gerade deswegen, waren wir wieder dabei im School Jam Zirkus. Diesmal ging’s nach Karlsruhe. War ne Mords Gaudi damals. Styleistisch auch schon Welten weiter als im letzten Jahr. Auch musikalisch ging’s aus unserer Sicht weit voran. Nur weiter gekommen sind wir trotzdem nicht. Urteil der Jury: Letztes mal habt ihr mir besser gefallen...(wtf?).
Dieses vernichtende Urteil konnten wir nicht auf uns sitzen lassen…
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