Ach herrje, ist das lang her. 31.August 2009. 3 Monate seit unserem letzten Gig in unserer Wahlheimat Aschaffenburg. Damals noch Sommer. Jetzt Winter. 3 Monate. Das ist ungefähr ziemlich genau so lang her wie der letzte Sieg des VFB. Und das nur, weil unser italienischer Vorsänger außer mit Gitarren auch gern mit Bällen spielt und das in seinem Dorfverein auch relativ unerfolgreich praktiziert. Naja, so geht’s eben schnell, dass man Schwindelgefühle durch die Ausführungen des Vorabends verspürt und deswegen den Boden unter den beiden linken Holzfüßen verliert und das Wadenbein sich entschließt nachzugeben und zu brechen.
Das gute daran, wenn man nicht live spielt, ist, dass man viel proben kann. Oder könnte. Wir haben unsere freie Zeit aber anders, mehr oder weniger sinnfrei verbracht. Gianni und meine Wenigkeit haben den erstbesten Flug nach Amerika gechartert und sind ab über den großen See. Mich haben sie aber über New York rausgeschmissen, weil ich mein Glätteisen in eine Steckdose einstecken wollte, diese aber dafür nicht bereit war und einen Ausfall der Motoren provozierte. In New York schaffte ich es dann, bei Popstars "Ich und Ich" in die "Re-Re-Call-Entscheidungsshow Bandhausphase" und arbeitete mich unter meinem "NIK"-Name (!!!) Runde für Runde weiter und hatte fette Competition. Gianluca in L.A angekommen, hat sich schnell ins Nachtleben eingefunden und hatte eine verhängnisvolle Affäre mit einer blonden Hotelerbin, welcher er auch gleich ein Lied schrieb, das ab sofort in unserem Programm, bei genauerem Hinhören zu finden ist. Jo Schnitzer wurde währenddessen Dozent an der UNI und unterrichtete Studentinnen in der Kunst des literweisen Biertrinkens und dabei nicht Betrunken-werdens. Außerdem hörte er Robbie Willimans und verglich uns mit den Beatsteaks... Timo Winterling versuchte wie jeden Tag die Weltherrschaft an sich zu reißen und Hannes Schneider fand seine wahre Berufung und wurde im schattigsten aller Dörfer, Honau, Hausmoischder im Aldehoim.
Doch an diesem Samstag sollte diese sinnlose Zeit des Rumgebolzes im Proberaum ein Ende finden und der Doktor erlaubte es endlich wieder, uns auf einer Bühne sehen zu lassen.
Als Vorband für diesen-man kann fast schon sagen-Re-Union Gig, sollte eigentlich unsere Hausfrauen „Verlegen“ aus Aschaffenburg sein, doch diese mussten leider kurzfristig absagen, so war Improvisation angesagt. Für uns kam aber nur eine Band in Frage. Und zwar Lupus, die waren auch beim T-Mobile Bandcontest dabei und haben uns so was von abgezogen. Sie hatten ungefähr 300mal so viele Votes wie wir und sind im Finale. Muss also für die Band sprechen.
Heute also dann um 5 ohne Roadie, dafür aber mit eigenen Bandpullis bewaffnet im Proberaum getroffen und uns wurde schlagartig klar, dass irgendjemand mal gesagt hat, dass vor der Freude der Schweiß unumgänglich ist. Wir haben es mal wieder geschafft, den kompletten Transit mit unserem sogenannten Equipment vollzumüllen. Die 5-minütige Fahrt vom Proberaum zum Kohla wurde dann mit bis zum Anschlag aufgedrehtem Radiosound gesponsert durch die Neue 107.7 untermalt und wir hatten mal wieder die komplette Aufmerksamkeit Reutlingens für uns.
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