…lange Rede kurzer Sinn
Das war 2009
Viele von Euch werden wahrscheinlich fragen: "Wo waren diese Typen von Three D one P letztes Jahr eigentlich?" Dann wird Euer Gegenüber eventuell antworten: "Three D one P? Das sind doch die, die dieses Hammer Album rausgebracht haben. Audible Trip. Mit diesem geilen Video…", dann werdet ihr wieder sagen:"…und DAS FEST haben sie auch eröffnet. Auf der Hauptbühne! Wo sind die danach hin?"
Wenn das mal alles so einfach gewesen wäre. Aber von Anfang an.
Januar, Februar steckten wir noch mitten in der Produktion unseres vierten Albums "audible trip", das wir in Karlsruhe im "twighlight sound studio" von Lutz Demmler aufgenommen haben. Parallel haben wir Mitte Februar mit dem Dreh zu unserem ersten Musikvideo zu der Single "many y’s", unter der Regie von Patrick Lang, begonnen. Acht Tage Arbeit für dreieinhalb Minuten Film. Und da ist die wunderbare Arbeit des Kameramanns, des Cutters und unserem guten, alten Freund Ulrich Beyle, der sich damals um alles gekümmert hat, noch gar nicht mit inbegriffen. Danke Jungs!
Zusätzlich kümmerten wir uns um eine geeignete Location für unsere Releaseparty, denn wenn man soviel Arbeit und Herzblut in eine Sache steckt, sollte diese auch gebührend gefeiert werden.
Im April war es dann endlich soweit und unser Werk konnte der Welt präsentiert werden. Was für eine Nacht … Wenn wir heute an die Releaseparty zurückdenken, dann war es eines der geilsten Konzerte, das wir jemals spielen durften. Selten war ein Gig mit so vielen Emotionen verbunden und das Ergebnis war überwältigend.
Da das Album nun fertig war, wollten wir natürlich auch spielen. Doch die Veranstalter sahen das wohl anders. Ja, die Zeiten werden immer härter für Bands, die wie wir, a) nicht covern (zumindest damals noch nicht) und b) nicht unbedingt dem Mainstream entsprechen. Musikalisch, wie äußerlich.
Also ging es wieder in den Proberaum. Rocken, Bier trinken und Spaß haben. Eigentlich das, was wir am Besten können. Spaß haben an der Musik, die wir selber machen.
Dazu kam im April noch der Anruf. Three D one P wurden gefragt, ob sie "DAS FEST" 2009 eröffnen wollen. Auf der Hauptbühne. Zwar um 16.30 Uhr, aber hey. Eines der größten und besten "Umsonstunddraußen-Festivals" Deutschlands wird 25 Jahre alt und wir sollen die Sause eröffnen? Da gibt es nix zu überlegen. Und wenn wir morgens um 8.00 Uhr gespielt hätten, für uns war klar, wir müssen auf diese Bühne. Zwei Wochen davor kam ein weiterer Anruf. Patrick liegt im Krankenhaus, Blinddarm. Ein Schlag ins Gesicht. Soviel Pech kann niemand haben. Und wir wussten nicht weiter. Doch das Licht am Ende des Tunnels lies nicht lange auf sich warten. Unser ehemaliger Drummer, dieser kranke Hund, schaffte es in der unglaublichen Zeit von einer Woche und einer Probe, sich die komplette neue Scheibe reinzuziehen und das Ganze dann auch noch fehlerfrei über die Bühne zu bringen. Daniel, du bist nicht von dieser Welt…wer dich kennt, wird das verstehen.
Nach dem Fest mussten wir, mal wieder, Zwangspause einlegen, da Patrick sich erst mal regenerieren musste. Schlagzeug spielen ohne Schmerzen. Das war unser nächstes Ziel.
Im September waren dann wieder alle so weit und wir konnten auftreten.
Doch kurz darauf klingelte wieder das Telefon. Benni ist im Krankenhaus. Irgendwie hatten wir das Pech gepachtet. Komplizierte Geschichten waren da im Gange die böse hätten enden können. Soviel sei gesagt. Auf jeden Fall hatten wir, 2 Monate nach unserer Pause, wieder Pause.
Also versuchten wir was Neues. Wir taten uns mit unseren Freunden von "Hole in One" zusammen und gründeten das Projekt "monsters eight". Ok, der Name ist jetzt nichts weltbewegendes, aber wir hatten Zeitdruck und für die Veranstaltung, auf der wir spielten, mussten Plakate gedruckt werden.
Da wir ja sonst nichts weiter tun konnten, ließen wir uns dafür richtig viel Zeit. Zwei Monate lang haben wir nichts anderes gemacht, als Stücke unserer Lieblingsbands zusammenzutragen und diese dann, auf nach unserer Auffassung, hohem Niveau zu covern. Zu sehen und zu hören war das Ganze dann am 19.12.2009 bei "Monsters of Kraichgau". Uns hat’s Spaß gemacht und den Leuten, die dort waren, auch. Benni wurde während dem Gig auf der Toilette gefragt, wann wir denn endlich einen Song von uns spielen. Vor der Bühne, da wo die coolen Leute stehen, kamen zwischen den einzelnen Stücken immer wieder Rufe nach "Three D one P", oder "sum up" (ein Song von uns für die, die es nicht wissen sollten)
Tja und jetzt ist 2010!
Rückblickend können wir sagen: Wir hatten viel Pech. Vieles lief nicht so, wie es sollte. Aber: wir haben nach wie vor eine geile CD, wir haben ein geiles Video, geile Fans, die uns nicht vergessen haben und wir sind immer noch da!
Wir sehen uns!
Benni, Oli, Marco, Chris und Patrick
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