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Was zeichnet eigentlich eine Hardcore-Band aus? Die Härte im Sound? Die Attitüde? Die Energie, die ein paar Jungs (oder Mädchen) in eine gemeinsame Idee stecken? LAVATCH beweisen auf ihrem ersten Album "Polygraph", das sie alle diesen Anforderungen genüge tun.
Einen langen Weg hat LAVATCH hinter sich. Vor knappen fünf Jahren wurde LAVATCH ins Leben gerufen, zwei EPs liegen hinter ihnen, mehrere Besetzungswechsel und schließlich die Arbeit an ihrem ersten Album. Tausende Kilometer haben sie wohl schon hinter sich gelegt, um sich den Ruf als energiegeladene und engagierte Live-Band zu erspielen. Ist es gelungen, diese Energie einzufangen?
Den Auftakt macht der Titelsong Polygraph, der einen guten Einblick auf das bietet, was folgt. Sowohl musikalisch, wo sich LAVATCH im Bereich des chaotischen, vertrackten Hardcore bewegen, als auch textlich. Hier ist wieder ein HC-Album, was kritisiert, was wachrütteln möchte. In Polygraph geht es um die täglichen Lügen, mit denen wir Leben, der Song ist ein Aufruf zur Wahrheit. Auch im professionellen Digipak findet sich dieses Motto wieder: Dort prangt groß der Spruch "A man is always the victim of his truth" des Philosophen A. Camus.
Auf "Polygraph" geht es vertrackt zur Sache, ohne dabei verkopft zu wirken. LAVATCH spielen nicht einfach ihren Stiefel herunter, mehrfach wird man beim hören von "Polygraph" überrascht. So findet sich unter anderen mit Collapse/Elapse ein (beinahe) Instrumental-Track. LAVATCH haben keine Angst davor, Melodien einzubauen, Atmosphärische Momente zu schaffen und ihre Tracks mit Midtempo-Passagen zu erweitern. Leider bremst hier die Produktion einiges aus, an manchen Stellen fehlt den Songs das Druckvolle Gefühl, das durch Instrumente, den keifenden Gesang und die wütenden Texte geschaffen wird.
Der Höhepunkt des Albms heißt Elegy und ist nicht einmal eine Minute lang. „We don’t care if you don’t like it / This is from the bottom of our hearts“ schreien sie heraus. Und man spürt, das sie es ehrlich so meinen.
Ehrlich. So kann man "Polygraph" am besten beschreiben. LAVATCH legen hier ein Debüt vor, das sich sehen lassen kann. Kluge Texte und ausgefeilte Songs werden nur von der etwas schwachen Produktion gebremst. Die Band selbst nennt NORMA JEAN und EVERY TIME I DIE als Einflüsse, und Fans dieser Bands gibt es wohl keinen Weg an LAVATCH vorbei. Jeder, der etwas mit vertracktem Hardcore anfangen kann, sollte sich "Polygraph" zu Gemüte führen. 8/10 Skulls
www.allschools.net
Mit „Polygraph“ starten Lavatch einen direkten Angriff auf die Kaffee-Industrie. Denn wer sich dieses neue Langspielwerk zu Ohren führt, kann sich die täglich benötigte Koffein-Zufuhr eigentlich sparen.
Gleich der Titeltrack zum Auftakt schüttet die Gehör- und daran anknüpfend die Gehirnströme herbe durcheinander. Ein HC-Album, das den Vergleich mit Ami-Schwergewichten à la Comeback Kid oder Walls Of Jericho mal locker aufnehmen kann. Auch in Sachen Produktionsqualität. Wenn schon ein „aber“ sein muss, dann bezieht sich dies am ehesten noch auf die Tatsache, dass sich das hohe Level, auf dem sich Lavatch bewegen, nicht zu 100 % durch das gesamte Elferpack zieht. Ab und an kommt ein wenig Monotonie auf, wobei hier wirklich auf hohem Niveau geklagt wird und die Fünferbande es nicht bei stetem „In die Fresse“-Geballer belässt, sondern durchaus Mut zur Melodie an den Tag legt.
www.getaddicted.de
Polygraph - also Lügendetektor - betiteln LAVATCH ihr Debütalbum. Da sind wir dann auch schon beim Thema der Platte: Lügen. Sowohl textlich als auch im Artwork sind Lügen das zentrale Thema. So sind die Texte auf einem Lügendetektortest gedruckt und klappt man das schicke Digi-Pack auf, kann man ein Zitat des französischen Philisophen Albert Camus lesen: "A man is always the victim of his truth". Musikalisch bieten uns die fünf Kölner (is da nicht gerade so'n Fest mit Verkleiden und so?) Jungs chaotischen Hardcore, wie ich ihn mag, vertrackt, aber trotzdem geht's stets voran. Die Stimme von Sänger Marco mochte ich auch schon damals, als er noch bei SWORD OF GRAYSKULL rumbrüllte, die sich leider viel zu schnell wieder aufgelöst haben. Als kleinen Bonus könnt ihr die CD in euren PC stopfen und dann... nein nicht rippen und an alle Freunde und Verwandte verteilen sondern euch das Musikvideo zum Titeltrack ansehen
Mehr gibt's eigentlich nicht zu sagen, jeder, der was mit vertracktem Hardcore anfangen kann, hört mal rein, alle anderen sollten es auch mal machen, wem's nicht gefällt, ist doof!
Andy
8.7 Punkte www.dremufuestias.de
Bereits beim Hören des Openers dieser Scheibe wird uns sofort klar: Die 5 Kölner geben uns einen „voll auf die Zwölf“! Lavatch bieten uns auf ihrem ersten Album von jedem etwas: Chaos, Midtempo-Passagen, schnelle Knüppelparts und atmosphärische Melodien. Dabei brüllen die beiden Vokalisten Marco und Ihsan ihre emotionalen Texte stilsicher ins Mikro. Die recht ernsthafte und geladene Thematik der Texte ist dabei nicht zu verachten. Im Gegenteil. Sie gibt den Songs das, was sie brauchen: einen bitteren Beigeschmack. Auch live bieten die Hardcore-Spezialisten den Moshpit-Freunden das, was sie brauchen: Action! Lavatch haben eindeutig Potenzial, das sie auch wirklich nutzen. Wir sind deshalb besonders gespannt, wie ihre Reise weitergeht.
www.carpediem-west.de
LAVATCH machen vertrackten Hardcore. Ihren Frontmann haben die Kölner über eine Kleinanzeige gefunden, in der sie selbst EVERY TIME I DIE und NORMA JEAN als Referenzen angeben. Parallelen zu diesen Bands sind vorhanden, auch wenn die Genannten in einer höheren Liga spielen. Aber das macht nichts. „We don’t care if you don’t like it / This is from the bottom of our hearts“, schreit der Sänger in „Elegy“ seine Überzeugung mit heiserer, gepresster Stimme in den Raum. „Music is our heroin“, heißt es weiter in einem durchdachtem Debütalbum, das beim ersten Hören ein wenig Eingängigkeit vermissen lässt, aber nach mehrmaligem Genuss durchaus eine berauschende Wirkung erzielen kann. Diese Band zieht ihr Ding durch, und schert sich einen Dreck um irgendwelche Trends. Dabei haben LAVATCH ihre ganz eigene Art gefunden, energievoll und statt mit hohlen Phrasen mit hintergründigen Texten auf sich aufmerksam zu machen. Was die Qualität der Aufnahmen betrifft, hätte man aber noch mehr herausholen können. Es gibt also noch Raum für Verbesserungen. (R.P.H.C.) Florian Auer FUZE Magazine Feb/März 2010
Obwohl zwar zahlreiche Bedeutungen innehabend, lässt sich "Polygraph", das Full-Length-Debut von Lavatch, wohl im hiesigen Fall am besten mit dem Begriff des Lügendetektors gleichsetzen. Unwahrheiten aufzudecken und beim Namen zu nennen, dass scheinen sich die Kölner Jungs gerade lyrisch auf die Fahnen geschrieben zu haben und präsentieren eine elf Track starke Platte voll wütendem und facettenreichem Hardcore.
Mit dem Titeltrack geht "Polygraph" dann auch sofort los und zeigt dabei die verschieden Seiten des Lavatch-Sounds: mal stampfende, gerade zu emotional-rockige Parts, dann mal wieder mit allerlei Disharmonien angereicherte Passagen, die vertrackt sind und sich in ihrem Chaos beinahe selbst über den Haufen rennen, alles dabei stets unterfüttert mit viel Gefühl für Melodien. Auffallend dabei ist die jede Sekunde sich aufbegehrende Aggression, die sich in den screamigen Vocals und den einzelnen Stücken wiederfinden lässt. Hier ist man wirklich vorn dabei, und ein jeder Song schafft es, mitreißend zu sein. Auch werden manchmal das Tempo enorm angehoben und die Möglichkeiten der DoubleBass entschieden ausgenutzt, was die Songs noch abwechslungsreicher erscheinen lässt. Trotz jenes Einbezugs verschiedenster Elemente - und dies tritt mit jedem weiteren Song mehr in Erscheinung - schafft es Lavatch nur schwerlich 38 Minuten lang die Aufmerksamkeit zu schüren und die Lust aufrechtzuerhalten, dass komplette Werk hören zu wollen, auch dadurch dass die Tracks eine Zeit brauchen, um zu zünden. Zu oft ähneln sich einfach die Songstrukturen, spielt sich gerade das Schlagzeug wieder und wieder in den gleichen Wahn und verharrt der Sänger zu sehr in seinen etwas monotonen Shouts. Die Tracks an sich sind stark und haben MathCore-, PostRock- und StonerRock-Einflüsse, die sie gekonnt in die Songs einbauen, aber es fehlt hinten raus einfach ein bißchen die Luft um ein großes Album vorzeigen zu können. Irgendwie soll es nicht sein, und gerade das Fehlen von eins, zwei Hits bekräftigt die Tatsache an sich. Lyrisch gesehen hat man ein paar gute Texte vorzulegen, wenn auch stereotypisch wieder ein paar Fickfinger rausgehen an verlogene Freunde sowie Internetkids und ein - wie oft bitte ? - weiteres Mal der Welt ihr Ende vorhergesagt wird. Der Sound ist größtenteils gut gelungen und speziell die Gitarren haben einen positiv sägenden Klang, jedoch ertönt die Snare etwas zu laut und springt dadurch etwas aus dem ansonsten homogenen Klangbild heraus.
"Polygraph" ist ein gutes Album, das ist keine Frage. Lavatch schaffen es jedoch noch nicht ganz bis zum Schluss zu überzeugen, wenn auch sich das Niveau der Songs auf einem hohem Level befindet und jene einfach mitreißend sowie vielseitig vorgetragen werden. Wer auf abwechslungsreichen und leicht chaotischen Hardcore mit viel Intensität steht kann hier mit gutem Gewissen zulangen, allen anderen sei der Clip zu "Polygraph" ans Herz gelegt. Starkes Debut einer eigenständigen Band.
7/10
www.partyausfall.de
MetalCore und Emo/Screamo waren gestern. Auch der Deathcore hat sich zwischenzeitlich weitgehend überholt. Was also hören, wenn die Sounds, nach denen man sucht, mehr Hardcore als Metal sein sollen? LAVATCH bieten eine der möglichen Antworten und positionieren sich ähnlich amerikanischen Kollegen wie Coalesce, Cable und Norma Jean. Die Kölner Gruppe, die seit 2005 besteht, entwickelt angriffslustige, monströse Songs, die organisch wachsen und mehr destruktiv als positiv anmuten. Dennoch hört man auf „Polygraph“ nachvollziehbare Songstrukturen und ausreichend Melodie; so wuchtig und vielschichtig das dritte Release der Band auch ausfällt. Die früheren Engrave-, Coming Up For Air- und Sword Of Grayskull-Musiker treten noisig, verbreakt und vertrackt in Erscheinung, doch sie übertreiben es nicht. Grooviges Bauchgefühl bildet die Basis der elf Stücke und äußert sich in einem rockigen Faktor, der das Schaffen von LAVATCH jederzeit hörbar hält. Wer mag, wird auch eine intensive New School-Kante finden, die einen Kontra-Punkt zum chaotischen Hardcore schafft, der in einer Mathcore-Tradition steht. Das Kölner Quintett wirbelt gehörig und fordert sich selbst und den Hörern einiges ab. Gleichfalls geben die Musiker eine Menge, denn sie kreieren intensive, leidenschaftliche Tracks, die mitreißen.
http://www.music-scan.de 7/10
Leute von ENGRAVE und COMING UP FOR AIR haben mit LAVATCH seit längerem ein neues Baby am Start und veröffentlichen mit "Polygraph" nun ihren dritten Release. Wo CUFA sehr verspielt und ENGRAVE recht hektisch waren, setzen LAVATCH eher auf Powerchord-Hardcore der Marke frühe EVERY TIME I DIE. Diese Nische wissen sie recht gut zu füllen und da ETID inzwischen wesentlich experimenteller geworden sind, dürften LAVATCH auch einigen Fans des ursprünglichen Stils eine grosse Freude machen. Stakkato, Uptempogedresche, disharmonische Fragmente, dies alles haben die elf Songs zu bieten und zwar auf konstant hohem Level. "On An Empty Stomach" spielt sich im midtmpobereich ab und weiß durch einige Stonerriffs durchaus zu überzeugen. Textlich bekommt jeder sein Fett ab, egal ob die organisierte Religion, trinkende Autofahrer oder einfach nur falsche Freunde, LAVATCH scheinen alle Welt zu hassen. Wer auf dieser Welle mitschwimmen will, bekommt als Belohnung einen Videoclip und eine schöne Digipack-Verpackung obendrauf.(7) Thomas Eberhardt
http://www.wltu-music.de/
Nach ihrer letzten EP veröffentlichten die Kölner Jungs von Lavatch im Oktober ihr erstes Full-Length-Album über RPHC Records. Unter dem Banner "Polygraph" fasste man elf Songs zusammen, die sich nur noch schwer mit dem vorherigen Release vergleichen lassen. Lavatch haben sich weiterentwickelt. Alte Gedankenmuster wurden abgelegt oder verändert, neue kamen hinzu. Ihrer grundlegenden Fokussierung in Richtung vertrackten Hardcores sind sie jedoch treu geblieben. Die Songs sind weniger aggressiv als auf der EP, bergen aber mehr Groove und Rock-Finesse. Hier geht es nicht mehr nur darum, auf Teufel komm raus hart zu sein und "auf-die-Fresse"-Musik zu spielen. Mit "Polygraph" gehen Lavatch einen Schritt weiter und versuchen den Hörer zu berühren. Welche Gefühle dabei bei jedem einzelnen geweckt werden, kann man pauschal natürlich nicht voraussagen, jedoch ist dies keine Platte für Fans von ausschließlich stumpfer Brutalo-Mukke. Die Songs sind vielschichtig und es braucht ein paar Anläufe, bis man mit dem neuen Werk richtig warm wird. Wenn es dann jedoch zündet, wird man es umso mehr lieben. Klingt soweit recht gut, oder? Lavatch liefern eine solide Platte ab, die die Nachfolge zur EP voll und ganz antreten kann. "I backed the wrong horse" z.B. ist ein extrem guter Track, bei dem die Band zur Höchstform aufläuft. Dreckiges Riffing mit einer darauf folgenden, einnehmenden Melodie und ein paar Groove-Parts. Sehr schön! Auch "On an empty stomach" gefällt gut.
Es fällt jedoch auf, dass die anfängliche Euphorie - ob man diese als "anfänglich" bezeichnen kann, wenn sie erst nach mehreren Durchläufen aufkommt ist irgendwo fraglich - gegen Mitte der Scheibe etwas abflacht. Warum? Ganz einfach: die Strukturen ähneln sich. Es ist fast wie eine Überdosis Lavatch, die man hier bekommt. Die Songs sind gut, keine Frage, doch insgesamt ist es zuviel. Dadurch verliert das Album unglaublich an Wirkung und verfängt sich in einer gewissen Monotonie. So etwas ist der Tod eines jeden guten Albums. Mit "Lies, lies, lies and MacGyver" geht es dann nochmal bergauf, bevor der letzte Track verhallt. Als kleiner Bonus ist noch das Video zum Titeltrack zu sehen, wenn man die CD denn in den heimischen Rechner legen möchte.
"Polygraph" ist ein durchwachsenes Album. Hier mischt sich Euphorie mit kalter Ernüchterung. Wäre zwei Eps "Polygraph - I" und "Polygraph - II" besser gewesen? Vielleicht - man kann es so nicht genau sagen. So wie es jetzt ist, erdrückt sich das Album ein wenig selbst und nimmt sich dadurch an Kraft. Schade.
http://www.hardkern.de/ 3/5
"Polygraph" ist ein äußerlich cooles Teil geworden und konzeptionell gut gemacht. LAVATCH schicken sich an, nach guten drei Jahren Lehrzeit damit durchzustarten. Dazu hauen sie uns einen wütenden, eher rhytmisch groovenden als schnellen Hardcore um die Ohren. Marco ist ein ziemlich rauher Sängertyp, der LAVATCHs Botschaft gerne in parolenhafte Einzeiler verpackt, die damit wir uns hier nicht falsch verstehen, eher angebracht statt plump daherkommen. Die anderen wütenden jungen Männer (Jannis, Ihsan, Jochen und Rob
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