Neue Bands schießen heutzutage wie Pilze aus dem Boden und bei vielem, was man da so vorgesetzt bekommt, möchte man schon mal Ohren und Augen schließen, um sich nicht schon wieder von schlechter Musik belästigt zu fühlen.
Da ich aber dazu neige Newcomerbands eine Chance zu geben passiert es doch hin und wieder, dass sich aus dem Sumpf der Drögheit ein Lichtstrahl hervor tut – EVES END könnten ein ziemlich heller werden – die Voraussetzungen dafür haben sie mit Sicherheit.
Gegründet haben sich die Herrschaften aus Hessen Anfang 2006 und seitdem kann man auch schon auf zahlreiche Konzerte, unter anderem als Support für LACRIMAS PROFUNDERE, DAS SCHEIT und SALTATIO MORTIS, zurückblicken.
Sie wollen zeigen das solide Rockmusik eben nicht nur aus Skandinavien und Amerika kommen muss. Ein hochgestecktes Ziel mag man meinen – aber auf ihrer ersten EP "Dead End: Hope" gelingt ihnen das schon ganz gut. Mit glamigen Gitarrenriffs, metallischen Songpassagen und trotzdem mit einer ganz eigenen melancholischen Tiefe wird ans Werk gegangen und das kann sich hören lassen.
Absolutes Highlight ist ohne Zweifel die Stimme von Sänger FLORIAN GREY. An machen Stellen vielleicht noch etwas unfertig – kommt aber auf dieser EP unglaublich viel Gefühl rüber und in Zukunft dürfte das bei ausgereifterer Produktion für erheblich Gänsehaut sorgen.
Ihrem selbstgestellten Ziel Menschen mit ihrer Musik in den Bann zu ziehen sind sie schon recht nah - bei mit jedenfalls hat es geklappt. Schauen wir mal was uns auf ihrem für Januar 2010 angekündigten Album "Frozen Heart Philosophy" erwartet.
Anspieltipps:
Serpent Eyes
Resurrection
Punkte: 8 von 10
http://www.gothicparadise.de/...paradise/node/1909
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