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THE SLIMP zählen zu den Bands, bei denen nach wenigen Jahren schon eine Werkschau lohnte. Diesen Rückblick auf das eigene Schaffen haben die Kölner im letzten Jahr in Form der Compilation "Recall 2003-2005" mit ihrer wachsenden Fangemeinde geteilt.
2009 schauen THE SLIMP wieder nach vorne - und die neue Platte zeigt, dass ein Blick in die Vergangenheit gleichzeitig auch ein Blick in die Zukunft sein kann: Die Zutaten von "Wavelands" sind die gleichen, die einem auch in den Achtzigern schon Wonneschauer über die Rücken jagten - doch die Domstädter Dark-Waver klingen viel frischer, als die meisten Genre-Kollegen und liefern ein Album ab, das sich mühelos mit den ganz Großen messen kann. Die Songstrukturen sind so vielschichtig, dass sich nicht nur gestandene Wave-Fans nach den Songs auf "Wavelands" die Finger lecken dürften. THE SLIMP haben mehr zu bieten, als die markanten Bassläufe und die "cleane Cure-Strat" und legen hier ihr stimmigstes und reifstes Album vor.
Frontfrau Elisa Day treibt die elf Songs mit fester Stimme voran und räkelt sich lasziv durch besinnliche Momente. Neben dem guten Gesang schmeicheln vor allem die eigenständigen Songstrukturen geneigten Gehörgängen.
Dabei geht die Band eigentlich unbeirrt den Weg weiter, den sie 2004 mit ihrem Debut "Masquerade" beschritten hat. Mittlerweile ist aus dem Dark Wave-Feldweg von damals allerdings eine mehrspurige Autobahn mit Ausfahrten zu Indie ("Hypnosis") und Pop ("Love and lie") geworden. Zwischen diesen Alternativen laden THE SLIMP immer wieder zum Verweilen auf einem der zahlreichen Rastplätze in schöner Lage ("Wavelands", "Island Fog") ein. Diese Autobahn weckt schon jetzt Neugier auf ihr Ziel. Für den Moment garantiert sie auf jeden Fall eine entspannte und doch spannende Reise durch moderne Wave-Landschaften - der Konkurrenz immer einige Kilometer voraus.
In ruhigen Momenten ist die neue THE SLIMP-Platte der wohlig warme Wollpullover, den man sich wünscht, wenn im Winter die Heizung ausfällt. Wenn sie Fahrt aufnimmt, läuft sie wie eine gut geölte Maschine. Auf "Wavelands" greift wirklich jedes Rädchen ins andere.
Tracklist
The Gate
Cold Cold Sun
Wavelands
Hypnosis
Island Fog
Lines
Love and Lie
Cold Clear Water
A Hundred Thousand Faces
Nightly Walk
Nightmare - Scream Edit
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