Distance In Embrace - Utopia Versus Archetype

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Artist: Distance In Embrace

Produktionsjahr: 2007
Label: Horror Business Records/ MSK Records
Vertrieb: Major Threat

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Album Nr. 2 von Distance In Embrace
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REVIEWS "UTOPIA VERSUS ARCHETYPE"

03/23/2007, DARIO DUMANCIC, ALLSCHOOLS NETWORK

Zwei Jahre ist es nun her, dass mich DISTANCE IN EMBRACE mit ihrem Debüt-
Album "The Consequence Of Illusions" mehr als nur überzeugen konnten. Nun
ist es soweit und die Band präsentiert nach einigen ausgiebigen Tourneen und
dem Ausstieg ihres Bassisten (mittlerweile bei Pull A Star Trip aktiv) ihr ambi-
tioniertes Zweitwerk, dass auf den Titel "Utopia Versus Archetype" hört und in
den Rape of Harmonies Studios auf Hochglanz getrimmt wurde.
Musikalisch bieten uns DISTANCE IN EMBRACE straight nach vorne gespiel-
ten Emocore, der mit einer gehörigen Metalkante aufwartet und auch nicht da-
vor zurückschreckt diverse Punkrockmelodien zu integrieren. Im Vergleich zum
Vorgänger werden viele Verbesserungen offensichtlich, die vor allem das Song-
writing und den Aufbau der Songs betreffen. Die Stimme von Sänger Adrian, die
auf dem Vorgänger noch ein wenig schwach auf der Brust klang, ist richtig er-
wachsen geworden und die Shouts von Gitarrist Niko sind wesentlich energischer,
als man es noch von dem Vorgänger "The Consequence Of Illusions" gewöhnt
war. Musikalisch bietet die Band viel Abwechselung und überzeugt durch ein ge-
konntes Wechselspiel zwischen Melodie und Härte. Donnernde Doublebass-Attak-
ken treffen auf verträumt gespielte Gitarrenmelodien, die durch anspruchsvolle
Basslines begleitet werden. Vor allem die komplexen Songstrukturen, die nur so
vor Spielereien strotzen bieten einen enormen Hörspaß. DISTANCE IN EMBRACE
schaffen es jederzeit ihre Eigenständigkeit zu bewahren und verfallen niemals in
all zu bewährte Muster, wie es doch sehr viele Bands in diesem Genre tun. Allen
voran "On The Verge", "Imago" und "Of The Deepest Dye" (Allein der Refrain)
sind herausragende Songs geworden, die einfach nur von vorne bis hinten knallen
und das schier endlose Potential von DISTANCE IN EMBRACE verdeutlichen
und diese Band zu einem der hoffnungsvollsten nationalen Acts werden lassen.
"Utopia Versus Archetype" verdient auf jeden Fall die uneingeschränkte Auf-
merksamkeit eines jeden Emo-Anhängers. Kaufen!
9/10

03/16/2007, STEFAN LANGENER, VAINSTREAM MUSIC

Zwei Jahre nach Ihrem gelungenen Debüt "The Consequence Of Illusions" ha-
ben sich die Mindener Vorzeigeemocoreler Distance In Embrace auf den Weg
nach Tripis in die Rape of Harmonies Studios gemacht um ihren neuen Long-
player „Utopia versus Archetype“ aufzunehmen.
Schon mit der "The Consequence of Illusions" haben sich die Jungs eine dicke
Fangemeinde erspielt und können schon auf weitaus mehr als 200 Konzerte
zurückblicken. Auch ich war schon sehr angetan von der "Consequence of Illu-
sions, demnach stieg auch bei mir die Spannung, ob sie diese denn noch toppen
können…
…JA sie können!
Schon nach den ersten paar Minuten ist klar, warum die Herren in die Rape of
Harmonies Studios gefahren sind. Der Sound ist dermaßen Fett geworden und
stellt den der "Consequence Of Illusions" locker in den Schatten. Nach kurzem
Intro zeigen die Herren dann auch mal direkt, wo der Hammer hängt. Es geht
wie gewohnt direkt nach vorne, man bekommt die volle Ladung Mosh Parts, Me-
lancholie und Gefühlsausbrüche. Direkt fällt einem auf, woran die Mindener in
den letzten 2 Jahren massiv gearbeitet haben, und zwar am Gesang. Die Stim-
me von Adrian klingt viel voller und erwachsener als auf dem Vorgänger und
auch Schreihals Niko hat eine ganze Schippe zugelegt. Die Jungs haben den
melodischen Gesang ein wenig zurück geschraubt und mehr shout parts ein-
gebaut, was sich wirklich sehr positiv auswirkt! Die damaligen Hits à la "Ambush"
oder "Note on a tear off pad" werden ersetzt durch Songs wie "On the Verge"
oder "Imago", die selbigen Hitcharakter aufweisen. Auch die Angst, dass durch
den vollzogenen Bassistenwechsel etwas in der Musik verloren gehen könnte,
hat sich zum Glück nicht bestätigt. Sören macht seine Sache verdammt gut
und überzeugt durch feinste kreative Basslines. Nicht zu verachten ist natür-
lich auch Drummer Robin, der mit seinen präzisen und gut auf die Gitarren
abgestimmten Doublebass Figuren den nötigen Druck in den Songs erzeugt.
Bemerkenswert ist ebenfalls das sehr vertrackte Songwriting der Jungs. Auf
der Scheibe sind 11 sehr abwechslungsreiche Songs die niemals zu lang-
weilen drohen, denn dafür gibt es bei D.I.E viel zu viel zu entdecken. Von
Metalcore über Emo bis hin zum guten alten Punkrock ist wirklich alles vor-
handen. Insgesamt ist die Scheibe noch viel experimentierfreudiger als der
Vorgänger. Selbst ein Swing Part wurde im Song "Versus the Archetype" ein-
gebaut, was für dieses Genre ja nicht so alltäglich ist. Das beweist mal wieder,
dass D.I.E ihr komplett eigenes Ding machen und nicht versuchen irgend-
welche Bands zu kopieren. Eine wirklich großartige Scheibe, die hoffentlich
auch den Anklang finden wird den sie verdient. Meiner Meinung nach die
beste deutsche Band in diesem Genre. Also Kaufen kaufen kaufen!!!!

03/11/2007, SEBASTIAN KLENKE, THE LISTEN-TO-IT NETWORK

Da ist es nun - das neue Album der 4 Screamo-Burschen aus Minden Hip Hop
City, die sich im letzten Sommer extra ins Rape Of Harmonies aufgemacht ha-
ben, um “UTOPIA VERSUS ARCHETYPE” einzuspielen.
Nach einem kurzen Industrial-Noise Intro legen DISTANCE IN EMBRACE
gleich ordentlich los und feuern ihre heißen Riffs, Screams und Double-Bass
Figuren ab. Gegenüber dem Vorgänger “THE CONSEQUENCE OF ILLUSIONS”
wurde die Gitarrenarbeit von Niko und Adrian auf “UTOPIA VERSUS ARCHE-
TYPE” noch einmal verfeinert und durch schöne disharmonische Klänge er-
weitert. Von denen ich auch gerne die ein oder andere Portion als Nachschlag
genommen hätte, wenn sie auf der Speisekarte stünden.
Aber auch die melodischen Spielereien können sich hören lassen. DISTANCE
IN EMBRACE wechseln ständig, aber gekonnt, zwischen straighten punkigen
Parts, groovigen moshigen Metalcore Einbrüchen, die durch das Schlagzeug-
geknüppel immer recht vielfältig ausgemalt werden und schönen ruhigen Emo-
klängen, die für mich auch die Stärke von DISTANCE IN EMBRACE darstel-
len, hin und her.
Sogar ein kurzes Jazz Element, das mich an Refused´s Ideenreichtum von
“THE SHAPE OF PUNK TO COME” erinnert, wurde zwischendurch eingebaut,
das man nun wirklich nicht erwartet hätte. Wo viele Bands bei dem Wechselspiel
aus Gut und Böse scheitern, ziehen DISTANCE IN EMBRACE an ihren Kollegen
auf der Überholspur vorbei. Es gibt über 11 Tracks jede Menge Ups und Downs
und immer wieder neue Feinheiten zu entdecken, die “UTOPIA VERSUS ARCHE-
TYPE” interessant machen. Auch die Screams von Niko und Adrians melo-
dische Vocals ergeben zusammen eine schöne Einheit, da sie sich immer wieder
überschneiden und dem Hörer eine Achterbahnfahrt im heimischen Wohnzimmer
präsentieren.
Um mit den 11 neuen Songs vollkommen in Einklang zu kommen, braucht man
schon einige Durchläufe, aber dann macht der Silberling Spaß.
Die Produktion aus dem Hause Rape Of Harmonies ist wie immer recht sauber
und anständig, jedoch würde eine Messerspitze Dirt und eine nicht ganz so auf-
dringliche Bassdrum den Sound von DISTANCE IN EMBRACE sicherlich noch
bereichern.
Wer auf Screamo, Emocore, Hardcore, Punk und Metalcore abfährt und das ganze
auch in der Kombi mag, der sollte mal seine Lauscher mit “UTOPIA VERSUS
ARCHETYPE” durchlüften lassen.
5/6

Tracklist

Preface
On The Verge
Imago
Awake With Imaginary Dreams
Each Seperate Dying Ember
New Avenues
Versus The Archetype
Paper-Mâché Conversation
End=Ever
Shenanigans
Of The Deepest Dye

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